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Wissen kompakt: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Dieses Wissen kompakt gibt einen Überblick zu der Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, liefert Zahlen und Hintergründe.

Wer gilt als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling?

Als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) werden Menschen bezeichnet, die noch nicht volljährig sind und ohne sorgeberechtigte Begleitung aus ihrem Heimatland in ein anderes Land flüchten oder dort zurück gelassen werden. Die Minderjährigen werden beispielsweise alleine von ihren Familien nach Europa geschickt, sie haben ihre Angehörigen im Krieg verloren oder verlieren sie während der Flucht. Häufige Gründe für Flucht sind Kriege, bewaffnete Konflikte, wirtschaftliche Not, Einsatz von Kindersoldaten, Gewalt in der Familie, Zwangsheirat und Zwangsbeschneidung.

Welche Rechte hat ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in Deutschland?

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen besonders geschützt werden – so schreibt es zum Beispiel die Aufnahmerichtlinie der Europäischen Union vor. Sie haben in Deutschland einen Anspruch auf Inobhutnahme durch das Jugendamt, einen persönlichen Vormund und Unterbringung in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, soweit ein entsprechender Bedarf festgestellt wird. Wie alle anderen Flüchtlinge haben sie rechtlich sofortigen Zugang zu Schule und Ausbildung.

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